Frisia-Magna

… in ferner Vergangenheit, nach dem Ende der Völkerwanderung, existierte an der Nordseeküste ein friesisches Reich, welches den Namen „Frisia Magna“ trug. Dieses Reich bestand von ca. 500 – 734 n. Chr. Es erstreckte sich von der Zuidersee bis über die Weser.

Ab dem Jahre 734 wurde es jedoch durch den fränkischen König Karl Martell und seine Nachfolger dem fränkischen Reich einverleibt und galt ab 749 als fränkische Grafschaft. Aufgrund innerer Schwächung des Frankenreiches kam Friesland ab 845 unter normannische Herrschaft und wurde von dänischen Lehnsherren regiert. Während der Regierungszeit Karls III. (der Dicke) konnten die normannischen Herrscher von den Friesen vertrieben werden.

Karte des Friesischen Reiches Magna FrisiaAls Lohn für diese Tat soll Kaiser Karl III. den Friesen besondere Freiheitsrechte verliehen haben. Hierauf begründet sich der Ursprung der „Friesischen Freiheit“. Dennoch blieb Friesland bis 1217 unter fränkischer Lehnsherrschaft. Nach 1217 gab es keinen fränkischen Lehnsherrn mehr.  Durch die lange Fremdherrschaft gab es in Friesland auch keinen Adel mehr, welcher diese Lücke ausfüllen konnte. Hierdurch entstand das demokratische System von gewählten Volksvertretern,  den „Redjeven“. Die Redjeven (Richter, Ratgeber)  waren die Vertreter jeweils eines Kirchsprengels des mittlerweile christianisierten Frieslands. Sie wurden meist aus der Schicht der „Asegas“ (Dorfschulze, Ältester) für 1 Jahr gewählt und hatten politische wie auch militärische Verfügungsgewalt.

 

Einmal im Jahr mussten sich alle Redjeven auf den Weg zu der uralten Thingstätte „Upstalsboom“ in der Nähe von Aurich machen,
um hier gemeinsames Recht für alle Friesen zu sprechen und um außenpolitische Angelegenheiten zu regeln. Für manche Redjeven war dies ein kurzer Weg, andere (z.B. aus Westergo) hatten eine lange Reise zum fernen Versammlungsplatz vor sich.

Unsere Gruppe „Frisia Magna“ stellt ein Heerlager Mitte des 11. Jahrhunderts dar.